Biologische Zahnmedizin


Wir sind davon überzeugt, dass der eigene Körper eine große Kraft- und Regenerationsquelle darstellt. Deshalb beschäftigten wir uns seit der Studienzeit parallel zur Schulmedizin mit den Zusammenhängen in unserem Körper und den ganzheitlichen Ansätzen zur Erhaltung der Gesundheit.

 

Unser ganzheitlicher Ansatz ist, dass chronische Erkrankungen, wie Allergien, chronische Schmerzen und vieles mehr einen Ursprung im Mund haben können. Ohne der ganzheitlichen Betrachtung werden häufig nur die Folgeerkrankungen behandelt, und die ursprüngliche Störung für den Körper bleibt bestehen.

 

Die biologische Zahnmedizin sehen wir nicht als Alternative Medizin zur der klassischen und gelehrten ‚Schul-Zahnmedizin’, sondern als Weiterentwicklung. Denn auch biologische oder auch ganzheitliche ZahnärztInnen arbeiten lokal im Mund und beheben Zahnprobleme, dort wo es schmerzt. Sie machen Zahnfüllungen, eine Zahnbrücke, oder Zahnimplantate, wo Zähne beschädigt sind oder fehlen.

Wir sehen den Unterschied zur biologischen Zahnmedizin darin, dass die Gesundheit über den passenden Kronenrand und den festen Sitz der Zahnimplantate hinausgeht, weil wir davon überzeugt sind, dass die Gesundheit im Mund beginnt. Und aus diesem Grund wird bei jeder Behandlung, auch die allgemeine Gesundheit sowie das Immunsystem betrachtet. Wir setzten auf naturheilkundliche Aspekte und verzichten bewusst auf alle Metalle im Mund. 



Zahnmaterialien


Sämtliche dentale Werkstoffe, die in eine Mundhöhle eingebracht werden und somit in den Körper gelangen, können Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Wohlbefinden haben. Daher legen wir großen Wert auf Biokompatibilität. Natürlich stehen diese Materialien der Schönheit, des eigenen Zahnes um nichts nach.

Durch unsere kontinuierlichen Fortbildungen erreichen wir höchste Qualität und unsere modernen Materialien lassen Ihre Füllungen und Zahnersatz natürlich und ästhetisch erscheinen.

Wir wissen aus der Forschung, dass Allergien und Unverträglichkeiten zunehmen, daher legen wir allergrößten Wert auf die Auswahl der Werkstoffe. Die Verträglichkeit und natürlich auch die Ästhetik aller verwendeten Zahnmaterialen und Füllungsmaterialien bei der Versorgung der Zähne stehen daher im Zentrum. 



Metallfrei


Metalle triggern lokale und systemische Entzündungsvorgänge, sowie über Radikalbildung oxidativen Stress. Metalle können über toxische Effekte die Darmmukosa schädigen und die Darmdurchlässigkeit steigern. Diese und viele andere Gründe sind der Grund, warum wir metallfrei arbeiten. Alle nichtbiologischen bzw. nichtneutralen Materialien, wie zum Beispiel Amalgam und Metalle werden bei uns unter den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen entfernt. Dazu zählen wir einen Kofferdamm (Gummischutztuch), ein Ausbohren mit niedriger Drehzahl um die giftigen Quecksilberdämpfe zu reduzieren, einen speziellen Absauger der weggeschleuderte Fragmente auffängt, einen Luftreiniger der die Dämpfe aufsaugt und eine Nasenschutzmaske mit Gold beschichtet, die nochmals schützen vor den Quecksilberdämpfen. 



Keramikimplantate


Die derzeitige Studienlage zu Keramikimplantate sind generell zu Titanimplantaten noch eher dünn, jedoch hat die Entwicklung der Zirkonoxid-Implantate in den vergangenen Jahren immer größere Sprünge gemacht und wir sind davon überzeugt, dass die Keramikimplantate, Titan in den nächsten Jahren ablösen werden. Aus immunologischer Sicht ist Zirkonoxid einerseits im Gegensatz zu Titan immunologisch neutral und andererseits gibt es auch keine korrosiven Effekte. Keramikimplantate sind metallfrei und durch ihre Elfenbeinfarbe obendrein hoch ästhetisch.

Circa 15 bis 20% der Bevölkerung haben eine genetisch bedingte graduell unterschiedlich ausgeprägte Titanunverträglichkeit, dies ist aber keine allergische Reaktion, denn echte Allergien auf Titan kommen nur in circa 0.01% der Fälle vor. Sondern es kommt gehäuft zu periimplantären Problemen. Allerdings nicht nur lokal mit Taschenbildung und Knochenabbau, sondern vielmehr auch durch die systemischen Auswirkungen im Sinne einer ‚Silent Inflammation’ (einer stillen Entzündung), denn mittlerweile ist die Tatsache bekannt, dass sich Titanpartikel, von den dentalen Titanimplantaten lösen und in den umgebenden Knochen diffundieren. 



Weisheitszahnentfernungen


Bei der Weisheitszahnentfernung setzten wir wie bei der Implantologie auf die Desinfektion von Wundgebieten mit Ozon und auf ein Zunähen der Wunde. Meist ist es so, dass der Weisheitszahn in der Pubertät herrauskommt. Das ist jene Zeit, in der sich nur wenige Jugendliche ‚gesund’ ernähren und oft einen Vitaminmangel aufweisen. Dadurch kann passieren, dass die Wunde nicht spurlos zuwächst, sondern eine Narbe bleibt. Jahre später ist diese Stelle noch immer druckempfindlich, weil sich eine chronische Entzündung gebildet hat. Studien über diese chronischen Entzündungen haben uns gezeigt, dass wir vor einer Weisheitszahn Operation mit einer Immunstärkung starten und somit Risiken minimieren möchten, dass sich eine chronische Entzündung bildet (siehe nächstes Kapitel).



Kavitätenbildende Osteolysen (NICOs, FDOKs)


Fettig-Degenerative Entzündungen im Kieferknochen, kurz genannt FDOKs (auch bekannt unter NICOs), sind stumme und chronische Entzündungen im Kieferknochen. Erschreckenderweise haben solche Kieferherde sehr viele Menschen, ohne es zu wissen, und ohne dass viele ZahnärztInnen darüber Bescheid wissen, was das ist, und wie man es diagnostiziert. Oft entstehen sie nach nicht richtig ausgeheilten Weisheitszahnentfernungen.

Zahlreiche Publikationen und Bücher, darunter auch DDr. Johann Lechner PhD-UCN, der mehrere Bücher darüber verfasst hat, beschäftigen sich mit FDOK. Heute ist erforscht, dass diese stillen Entzündungen, Zytokine produzieren, wie RANTES, IL-1 und TNF-alpha. RANTES ist für viele Systemerkrankungen mitverantwortlich, wie Rheuma, Brustkrebs, Hashimoto, Melanome, Multiple Sklerose, ALS etc.